Etnia House of Arts ist ein lebendiger, begehbarer Ort, an dem Kunst nicht nur ausgestellt, sondern auch geschaffen, erzählt und im Prozess ihrer Entstehung sichtbar gemacht wird.

Der Raum befindet sich in der restaurierten Chiesa dell’Abbazia della Misericordia in Venedig und ist der Experimentierfreude, dem Dialog und der Kreativität gewidmet.

Chiesa dell’Abbazia della Misericordia

Die Restaurierung der Chiesa dell’Abbazia della Misericordia, eines Bauwerks aus dem 10. Jahrhundert, ging weit über den reinen Erhalt hinaus und hat dem Ort neues Leben eingehaucht: Seine tief verwurzelte materielle und historische Erinnerung wurde freigelegt, während die sichtbaren Zeitschichten bewahrt blieben. So wird der Raum zu einem lebendigen Palimpsest, in dem mehr als tausend Jahre Geschichte mit der Gegenwart in Dialog treten und Kulturerbe sowie zeitgenössische Kunst in einer kontinuierlichen und dynamischen Beziehung zusammenfinden.

Etnia House of Arts präsentiert ein Kulturprogramm mit Ausstellungen, site-specific Interventionen, Performances und Gesprächen – teils eigenständig produziert, teils in Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren der Kultur- und Kunstszene entwickelt. Ein Projekt, das dazu einlädt, einen Ort zu erleben, an dem künstlerisches Schaffen im Dialog mit der Erfahrung des Publikums entsteht.

Artist-in-Residence-Programm

Eines der zentralen Elemente des Projekts ist das Residenzprogramm, bei dem internationale Künstlerinnen und Künstler eingeladen werden, zwei Wochen lang vor Ort zu leben und ausgehend von einem ungewöhnlichen Ausgangspunkt – einer Brille – ein Kunstwerk zu schaffen. Eine einzigartige Umgebung, in der Brillen ihren funktionalen Zweck hinter sich lassen und zu einem Medium künstlerischen Ausdrucks werden.

Der kreative Prozess der Residenzen entwickelt sich in direkter Beziehung zur Chiesa dell’Abbazia della Misericordia, zur Stadt Venedig und zur Anwesenheit der Besucher, die nicht nur mit den fertigen Werken, sondern auch mit den verschiedenen Phasen ihrer Entstehung in Berührung kommen und so eine unmittelbare Verbindung zu den Künstlerinnen und Künstlern aufbauen. Dadurch wird jeder Besuch zu einer einzigartigen, ortsgebundenen Erfahrung.